Früher

Die Hypokaustenheizung -
eine Gegenüberstellung...

Heute

HyPOKAUST 
griechisch :  hypo = von unten,   kaustum = brennen    



Römische Frau, mit Schreibtäfelchen,



Römischer Wohnraum mit Liegestelle...



und damaliger Ausstattung.


Hypokaustenanlage in Kaiseraugst.
(Augusta Raurica)


     Keltische        Hypokaustenheizung
 im Museum von Beuvray (Bibracte, Frankreich).


Unterkonstruktion vor 2000 Jahren
Tragpfosten  und Verteilplatten aus gebranntem Ton. An der Wand Tubuli als Wandheizung.
 


Geschichte
Um das 2. Jahrhundert v. Chr. fand das Hypokausten-Heizungssystem im
griechisch-hellenistischem Bereich zum ersten Mal Verwendung. Anschliessend wurde die Technik von den Römern übernommen und entsprechend perfektioniert.
 Das neue System brachte die römische Bäderkultur (Thermen) zu einer Hochblüte. 
Ausgrabungen von Kaiseraugst (Augusta Raurica), Aventikum (Avenches),
Schleitheim (Iuliomagus) etc. zeigen, dass auch im keltischen Bereich, wie hier in Helvetien, die neue Heizung angewandt wurde.



Helvetische Frau, mit elektronischem Notizblock. 


Neuzeitlicher Wohnraum mit "Sternensofa"...


und heutiger Ausstattung.


HyBOARD Anlage in einem modernen Einfamilienhaus.


  HyBOARD-Systemboden  im Detail. Mit lose aufgelegten Edelstahlplatten.


HyBOARD Unterkonstruktion heute. TragNocken aus tragfähigem Isolationsmaterial, Heizungsrohre in Hohlraum. Flexible Bodenplatten.
 


Schematischer Schnitt durch ein Römerhaus mit Innenhof


A
Die Heizkammer (praefurnium).
Aussen am Haus angeordnet.

B Die Bodenheizung (hypokaust).
b1 Fundationsschicht, Mörtelboden im Gefälle.
b2 Pfeiler im Raster angeordnet.
b3 Verteilplatten und Tragplatten, aus gebranntem Ton.
b4 Ebene Mörtelausgleichsschicht (opus caementicium) 
b5 Mosaik oder Marmorplatten als Bodenbelag.

C Die Wandheizung:
 c1 vorgesetzten, rechteckigen Tonrohre (Tubuli).
c2 Die Austrittsöffnungen,


Die Kaminwirkung der Wandröhren (warme Luft steigt auf)
zieht die erhitzte Luft samt den Rauchgasen durch die Konstruktion.
Die Wärme wird über eine grosse Fläche (Boden und Wand) sanft
und gleichmässig an den Raum abgegeben. 
Die Hypokaustenheizung ist eine der besten und komfortabelsten
Heizungen überhaupt, etwa zu vergleichen mit einem milden Sommerabend,
 wenn die Bodenoberflächen und Hauswände noch warm sind,
 die Luft jedoch schon leicht abgekühlt ist.


Meine Hypothese
Das System wurde nicht nur im Winter als Heizung genutzt, sondern konnte im Sommer auch zur Kühlung der Räume verwendet werden.
Die frische Aussenluft der Nacht wurde (durch die analoge Auftriebswirkung
 wie beim Heizen) über die Hohlräume (Boden und Wand) angesogen.

     

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