Nordlichttour März 2012
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Sommaroy, Okt. 2011

Sehr starkes Nordlicht.

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(1:05 Min.)

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Das Polar- oder Nordlicht, oder wie es mit dem klangvollen lateinischen Namen für Morgenröte, Aurora Borealis*, auch genannt wird, ist eines der eindrücklichsten Naturphänomene am Himmel. Wer das faszinierende Schauspiel gesehen hat, wird es kaum mehr vergessen. Die Farbenpracht, die Formenvielfalt, das überraschende Erscheinen und Verschwinden, die eleganten, sanften Bewegungen und die  geheimnisvollen  Schwingungen sind so eindrücklich, man meint, das Lichtspektakel auch hören zu können. Leider findet das Ereignis vor allem in Polnähe statt, und ist außerdem von der Laune der Sonne, respektive von ihrer geomagnetischen Aktivität abhängig.
In skeptischer Erwartung haben wir für unsere kurze Entdeckungsreise zum Nordlicht die kleine  Ortschaft Sommaroy ausgewählt.
Die norwegische Insel Sommaroya liegt weit oben im Norden, oberhalb des Polar- kreises und und ist 57 km von der nächsten Stadt Tromsö entfernt.
*(Borealis für nördliches, Australis für südliches Polarlicht)


Ein wunderschöner Panoramablick auf die, zur Norwegischen See führende Bucht von Sommaroy, mit dem markanten Felsen der Insel Haja im Hintergrund.  "Haja"... vielleicht weil der Fels wie eine Haifischrückenflosse aussieht?

Um das faszinierende Naturschauspiel erleben zu können, müssen drei  unbeeinflussbare  und kaum voraussehbare Fakten stimmen:  Die Sonne muss aktiv sein, nur durch eine verstärkte Sonnenfleckentätigkeit werden elektrisch geladene Teilchen, in einem Sonnenwind zur Erde geschleudert und lösen dann die eindrücklichen, fluoreszierenden Lichter aus. Der Blick zum Himmel muss möglichst klar sein. Und wenn es hell ist, kann das Nordlicht nicht gesehen werden. Dass da alles gleichzeitig zusammenpasst, vor allem wenn man das Wetter im Norden kennt... das ist schon wirklich eine Glücksache!


 
Die Vorgeschichte

Wir warten auf das Nordlicht, auf die gelieb- te Aurora...  das "Verkehrsmittel" ist bereits eingeschneit...
 

die Stative sind aufgestellt und warten nur noch auf den Einsatz.  Die  Sonnenaktivität
ist vorhanden aber das Wetter macht nicht mit. Hinten sieht man im Schneenebel noch das Dorf Sommaroy.
Etwa alle 11 Jahre gibt es eine verstärkte Sonnenfleckenaktivität. Dann sind beson- ders viele Auroras zu sehen.  Wenn  dann
die  Sonneneruptionen  noch explodieren,
sind die Polarlichter sogar bei  uns  in der Schweiz zu sehen, wie dies im  Jahr 1957 möglich war.  Damals war ich 10 Jahre alt
und habe  irgendwie mitbekommen,  dass
am  Himmel  etwas   Besonderes  abgeht.
Und dass das Nordlicht  vor allem  nachts stattfindet und dass für 10 Jährige recht- zeitig Nachtruhe angesagt  ist,  auf jeden Fall... ich habe  garnichts  gesehen.  Die Neugierde war aber geweckt... und es ist
ein unerfüllter Bubentraum geblieben.  Bis
vor einem Jahr...  da habe ich von  einem Fotoreisekurs zum Polarlicht erfahren und mich natürlich sofort angemeldet.
5 Tage Polarlicht-Fotoreise in Tromsö,
und genau  5 Minuten  haben wir es  dann gesehen. Das Wetter hat es nicht speziell gut  mit  uns  gemeint.  Aber ich habe  es
gesehen,  der Appetit war geweckt... und
ich bin dabei endgültig mit dem unheilbar-
en "Nordlichtvirus" infiziert worden.
Ein halbes Jahr  später... und  diesmal hat
es perfekt geklappt, bereits in der zweiten Nacht  wurden wir mit einem starken Son- nensturm oder besser, von einem gewalti-
gen Sonnenorkan überrascht

 

Meine erste, leider nur kurze, aber für meine "Nordlichtlaufbahn" entscheidende Polarlichtbegegnung vom 5. März 2011
Hier geht s zu einer kleinen Reportage über  die Fotoreise vom März 2011 in Tromsö>>>
 
 
24./25. Oktober 2011   Der gewaltige Sonnensturm

Für mich als "Polarlichtneuling"...  ein solch gewaltiges Feuerwerk  hätte es,  so zum Einstand, nicht zwingend  sein müssen. Mir  wäre  eigentlich ein "normales" Polarlicht, zum Beispiel mit wehenden Schleier und  fotogenen Lichtbänder, vor  blauem Sternenhimmel und über schneebedeckten Bergen, auch willkommen gewesen.

Das Polarlicht vom 24./25. Oktober  ist in der  Northern Lights Forecast  mit einer Stärke 7 angegeben, wovon 9 das Maximum ist.  Mit meinen wenigen 5 Minuten Polarlichterfahrung konnte ich das überwältigende Ereignis und das allseitig grüne, sich bewegende Licht auf der Terrasse vorerst nicht richtig einordnen. Rundherum nur Hellgrün...  wie unter einer Lichtdusche... Strukturen kaum auszumachen... effektiv "Nordlichtüberflutet".  Im nachhinein habe ich erfahren,  dass es sich bei diesem Polarlicht um  eines  der  Stärksten der letzten Zeit gehandelt hat. Es soll sogar zeitweise die maximale Stärke 9 erreicht haben.
Hier sind einige Reaktionen zum Polarlicht vom  24.-25. Okt.2011:  Das Ereignis war rund um den Polarkreis sichtbar und konnte in etwa 30 Bundesstaten der USA und bis hinunter nach Alabama gesehen werden. Sogar in Süddeutschland konnte es fotografiert und gefilmt werden. Aus Internet-Berichten entnehme ich unter spaceweather.com: Das war eines der stärksten Nordlichter seit 2004. Das beste Nordlicht dass ich je gesehen habe.  Das ist die stärkste und schönste Aurora die ich je gesehen habe. Das war die hellste Aurora  die ich je gesehen habe. The most amazing aurora of my life. I`ve never seen red und purple Auroras with the naked eye befor tonight. Außerdem haben viele  skandinavische Beobachter zum ersten Mal ein rotes und purpurenes Polarlicht mit bloßem Auge gesehen.
.

Alles rundum im grellen Grün...  Strukturen kaum auszumachen...  gibt es da überhaupt etwas  zu fotografieren...  kann man eine Wand  fotografieren wenn man direkt davor steht? Oder wie heißt es auch... vor lauter Bäume kann man den Wald nicht mehr sehen!


 
 




Und zur Morgendämmerung, zur Aurora, erscheint, so als grandioses Schlussbukett, der Himmel mit einer sensationellen Lichtshow  in 
Rot
, Grün und Purpur




 

Hier geht s zu vielen Fotos über eines der
stärksten Nordlichter der letzten Zeit >>>

Blick in die Höhe,   zum Zenit,   zur Korona


Es ist ein seltsames, außergewöhnliches und sehr eindrückliches Gefühl wenn man direkt unter einem Polarlicht steht und weiß, dass es hier einige hundert Kilometer in die Höhe, zum optischen Zenit, hinauf geht.  Die Leuchterscheinungen beginnen etwa bei 100 Kilometer Höhe und können 200 bis 300 Kilometer oder mehr, ins Weltall rauf reichen. Angeregte Sauerstoffatome leuchten  in 100 km Höhe grün, in ca. 200 km Höhe rot. Bei sehr starker geomagnetischer Anregung von Stickstoffatomen entsteht violettes oder blaues Licht. 
 



 



 
Mein kurzer Film,  den ich aus einzelnen Fotos zusammengestellt habe,  zeigt in etwa auf, was da so in höheren Sphären passiert,  was für "wirre" Formen ineinander greifen und wie schnell so etwas abläuft.

         
 
                                           Hier gehts zu meinem Videoclip unter YouTube>>>                                                           
                                                                                                                   
Zu weiteren Bildern vom Blick zum Zenit >>>



 
26./27. Oktober 2011   Eine überraschende Zugabe

Für mich ist "Etwas" immer noch unklar, die nachfolgenden Fotos sind auf die Nacht vom 26./27.Oktober datiert. Wieso wird in den Medien und im Internet nur das Polarlicht vom 24./25.Oktober erwähnt? War meine neue, sonst zuverlässige Kamera, vom Sonnensturm so verwirrt, dass sie mir falsche Daten auf die Fotos setzte? Oder liegt es an der Umstellung auf die "Winterzeit"...  aber da geht es ja nur um eine Zeitverschiebung von einer Stunde und nicht um einem ganzen Tag? Und wieso haben wir in der zweiten Nacht kein Nordlicht gesehen... haben wir eventuell in die die falsche Richtung geschaut? 
Vielleicht klärt sich das irgend wann mal auf? Obwohl der Himmel leicht bedeckt war, steht die überraschende Aurora dem Hauptsturm vom 24./25.Oktober in der Helligkeit und im Farbenspektrum kaum nach. Sie war wohl kürzer, aber in Sachen Formen und Effekte extrem aufregend, ein Riesenchaos am Himmel! Weder mit dem Auge und schon gar nicht mit der Kamera,  war das Ganze irgendwie zu verfolgen. Überraschend und sehr schnell sind leuchtende Bänder aufgetaucht, haben sich wild verformt und sind ebenso schnell und geräuschlos wieder verschwunden. Ein "wüstes" Treiben... ein Treiben
 "wiä im Himmäl verussä"!
.



 







 

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